DOZENTO

Ratgeber

Was kostet ein Online-Kurs? Produktionskosten realistisch gerechnet

Stand: 4. November 2026 · DOZENTO

Die ehrliche Antwort: zwischen ein paar hundert Euro und über 30.000 Euro. Der Unterschied liegt nicht im Kurs, sondern darin, wer welche Arbeit macht und ob am Ende nur Videos oder ein verkaufsfähiges Produkt stehen sollen.

Dieser Ratgeber zerlegt die Produktion in ihre Kostenblöcke, vergleicht die drei üblichen Wege und rechnet die laufenden Kosten mit, die in den meisten Kalkulationen fehlen. Alle Beträge netto, Marktpreise im DACH-Raum, Stand 2026.

Die sieben Kostenblöcke eines verkaufsfähigen Kurses

Ein Online-Kurs, der sich verkaufen soll, besteht aus deutlich mehr als Videos. Wer die Leistungen einzeln bei Freelancern oder Agenturen einkauft, landet bei diesen Spannen:

KostenblockWas dazugehörtMarktpreis einzeln
Recherche & KonzeptMarkt- und Wettbewerbsanalyse, Positionierung, Kurskonzept mit Modulplan1.500–4.000 €
Skripte & MaterialSprechtexte für alle Module, Folien, Handout oder Workbook2.000–5.000 €
VideoproduktionSchnitt, Audio-Mastering, Bumper, Untertitel, Bauchbinden4.000–10.000 €
MarkenauftrittLogo, Farb- und Typografiesystem, Designvorlagen1.500–3.000 €
VerkaufsstreckeLandingpage mit Verkaufstext, Checkout, Zusatzangebot im Kaufprozess2.000–5.000 €
E-Mail-MarketingVerkaufs- und Nachkauf-Sequenzen, Versand-Einrichtung1.000–2.500 €
WerbemittelAnzeigen-Creatives für Feed, Story und weitere Kanäle500–1.500 €
Summealles aus einer Hand ist selten, meist fünf bis sieben Dienstleister12.500–31.000 €

Die Spanne ist groß, weil Umfang und Anspruch stark schwanken: Ein Minikurs mit vier Lektionen braucht weniger Skript und Schnitt als ein Hauptkurs mit acht Modulen. Der größte Einzelposten bleibt in jeder Variante die Videoproduktion.

Drei Wege, drei Rechnungen

1. Selbst machen

Die Geldkosten sind niedrig: Kursplattform, E-Mail-Tool und Designsoftware liegen zusammen bei grob 30 bis 200 Euro im Monat, Equipment für Ton und Licht bei 300 bis 1.500 Euro einmalig. Die eigentlichen Kosten sind Zeit. Realistisch sind 150 bis 300 Arbeitsstunden von der Idee bis zum Launch, verteilt über drei bis zwölf Monate. Bei einem Beratersatz von 100 Euro pro Stunde entspricht das 15.000 bis 30.000 Euro, die nicht im Kerngeschäft verdient werden.

2. Freelancer einzeln beauftragen

Du kaufst die Blöcke aus der Tabelle einzeln ein, also 12.500 bis 31.000 Euro, und übernimmst die Koordination selbst: Briefings schreiben, Schnittstellen klären, Ergebnisse zusammenführen. Das kostet erfahrungsgemäß weitere 40 bis 80 Stunden. Qualität und Stil sind so gut wie der schwächste Dienstleister, und wenn Texter und Videoschnitt nicht zusammenpassen, merkt es der Kunde.

3. Komplettproduktion (Done-With-You)

Ein Anbieter übernimmt alle Blöcke in einem festen Prozess, du lieferst Fachwissen, Feedback und die Aufnahme. Der Preis liegt deutlich unter der Summe der Einzelleistungen, weil die Produktion standardisiert und KI-gestützt läuft. Bei DOZENTO kostet das Minikurs-System 1.990 €, das Funnel-System 3.490 € und das Launch-System 5.990 €, jeweils einmalig.

WegGeldEigene ZeitRisikoErgebnis
Selbst machen500–3.000 € im ersten Jahr150–300 Stundenhoch: viele Kurse werden nie fertigabhängig von eigener Technik- und Marketingkompetenz
Freelancer einzeln12.500–31.000 €40–80 Stunden Koordinationmittel: Schnittstellen, Stilbrücheprofessionell, wenn die Auswahl stimmt
Komplettproduktion1.990–5.990 €15–25 Stunden (Briefing, Feedback, Aufnahme)niedrig: fester Prozess, ein Ansprechpartnerverkaufsfähiges Produkt inklusive Marketing

Laufende Kosten, die in keiner Kalkulation stehen

Was den Preis nach oben treibt

Was den Preis senkt, ohne das Ergebnis zu beschädigen

Rechenbeispiel: Wann hat sich der Kurs bezahlt?

Angenommen, du produzierst mit dem Funnel-System: 3.490 Euro einmalig plus Betriebsbeitrag für neun weitere Monate im ersten Jahr (3 × 79 Euro sind enthalten), zusammen 4.201 Euro. Verkaufst du den Hauptkurs für 497 Euro netto, ist die Investition nach neun Verkäufen zurück, vor Zahlungsgebühren. Der Minikurs davor und das Zusatzangebot im Kaufprozess verkürzen den Weg, weil sie einen Teil der Käufer schon vor dem Hauptkurs zu zahlenden Kunden machen.

Die Rechnung zeigt den Hebel: Nicht der Produktionspreis entscheidet über die Rentabilität, sondern ob der Kurs überhaupt verkaufsfähig ist. Ein Kurs ohne Landingpage, Zahlungsstrecke und E-Mail-Sequenz bleibt eine Videosammlung.

Was DOZENTO konkret kostet

Alle Preise netto, nur für Unternehmen und Selbstständige. Die vollständige Übersicht steht auf der Startseite unter Konditionen.

Häufige Fragen

Was kostet ein Online-Kurs mindestens?

Wer alles selbst macht, kommt mit Software-Abos und einfachem Equipment im ersten Jahr auf wenige hundert bis rund 3.000 Euro. Der Preis dafür ist Zeit: 150 bis 300 Stunden Eigenleistung sind realistisch.

Warum ist die Videoproduktion der größte Posten?

Schnitt, Audio-Mastering, Untertitel und Grafiken skalieren mit jeder Minute Laufzeit. Ein Hauptkurs mit sechs Stunden Inhalt braucht ein Vielfaches der Bearbeitungszeit eines Minikurses mit 60 Minuten.

Sind KI-gestützt produzierte Kurse günstiger?

Ja, wenn der Anbieter die Automatisierung an den Kunden weitergibt und die Ergebnisse trotzdem fachlich prüft. Recherche, Skriptrohfassung, Schnittvorbereitung und Untertitel laufen automatisiert, die inhaltliche Verantwortung bleibt beim Experten.

Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Launch?

Zahlungsgebühren pro Verkauf, Hosting und E-Mail-Versand, Werbebudget und gelegentliche Aktualisierung der Inhalte. Bei DOZENTO deckt ein Betriebsbeitrag von 79 Euro im Monat Hosting, Domain, E-Mail-Versand und Verkaufs-Dashboard ab.

Wissen schafft Wert

Bevor du über Kosten entscheidest, lohnt der Blick auf die Frage davor: Trägt dein Thema überhaupt ein Kursgeschäft? Das prüfen wir vorab mit einem kostenlosen Quickcheck: rund 30 Minuten, keine Zahlungsdaten.

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